Ein Regal mit verschiedenen Design-Objekten in der Neuen Sammlung - The Design Museum in München.

Ausstellungen München 2026

Lust auf Kunst

Die Münchner Museen laden ein zur Begegnung mit den Alten Meistern genauso wie mit den jungen Wilden. Nahezu alle Sparten und Epochen sind vertreten. Großartig, was Kunst alles kann: Sie bringt Farbe ins Leben, sie amüsiert, sie irritiert und rebelliert, sie entspannt und manchmal ist sie einfach auch nur wunderschön. Die aktuellen Ausstellungen in München machen richtig Lust auf einen Besuch.

 

Ausstellungsvorschau 2026

- Kunst der Antike
- Alte Meister
- Vom 18. Jahrhundert bis zur Klassischen Moderne
- Starke Frauen, starke Kunst
- Kunst im Dialog
- Architektur, Design und Kunsthandwerk
- München – Mekka der zeitgenössischen Kunst
- Foto- und Videoausstellungen
- Grafik und Zeichnungen
- Kulturgeschichtliche Ausstellungen
- Ausstellungen im Jüdischen Museum
- Ausstellungen für Kinder
- Wissenschaftliche und naturkundliche Ausstellungen
- Ausstellungen im Münchner Umland

 

Kunst der Antike

 

Kindheit am Nil. Aufwachsen im Alten Ägypten, Staatliches Museum Ägyptischer Kunst, 28. Oktober 2025 bis 21. Juni 2026

Das Staatliche Museum Ägyptischer Kunst (SMÄK) zeigt ab Dienstag, 28. Oktober 2025 „Kindheit am Nil. Aufwachsen im Alten Ägypten“ und widmet sich damit erstmals in einer umfassenden Ausstellung einem bislang wenig beleuchteten Thema: dem Aufwachsen in einer der faszinierendsten Hochkulturen der Menschheitsgeschichte. Die generationsübergreifende Ausstellung richtet sich an Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen. Sie eröffnet differenzierte Einblicke in das Leben altägyptischer Kinder von etwa 3.000 v. Chr. bis 500 n. Chr. und setzt ihre Erfahrungen in Beziehung zu heutigen Lebenswelten. 

Neun Themenbereiche – von Alltag, Schule, Freizeit, Religion und Magie bis hin zu Kindheitsdarstellungen in Kunst und Literatur – beleuchten facettenreich und unterhaltsam das kindliche Leben am Nil mit originalen Ausstellungsstücken, wissenschaftlichen Erkenntnissen und interaktiven Elementen. Wie gestaltete sich der Alltag am Nil? Wer lernte Lesen und Schreiben? Gab es Freizeit im heutigen Sinne? Wie lebten die Kinder von Bauern, Beamten, Priestern oder Pharaonen im Alten Ägypten? Was spielten sie? Diese und viele andere Fragen möchte die Ausstellung beleuchten. Dabei macht das interaktive Konzept mit Kinderpfad, Mitmachstationen und einem vielfältigen Begleitprogramm die Ausstellung zu einem Erlebnis für alle Generationen.

Gladiatoren - Helden des Kolosseums, Archäologische Staatssammlung, 21. November 2025 bis 3. Mai 2026

Der Gladiator ist die populärste Figur der römischen Welt. Er verkörpert den Kampf auf Leben und Tod, extremste Unterhaltung in größtmöglicher Öffentlichkeit, größten Ruhm und maximales Risiko. Ihren Namen erhielten die Gladiatoren vom Schwert der Legionäre, dem „Gladius“. Der Kampf der Gladiatoren war ein Spektakel und das Kolosseum in Rom bot als Symbol des römischen Imperiums die passende Bühne für dieses Schauspiel. 

Die Ausstellung, die in Kooperation mit dem Archäologischen Nationalmuseum in Neapel, Expona und Contemporanea Progetti entstand, zeigt originale römische Ausrüstungen von Gladiatoren aus der Gladiatorenschule von Pompeji. Ausgrabungen und Funde vom Limes in Bayern und Hessen zeigen jedoch, dass der Gladiatorenkampf auch die Bevölkerung an den fernen Grenzen des Imperiums in seinen Bann zog. Lebensechte Rekonstruktionen und Modelle, mediale sowie immersive Vermittlungsebenen möchten die Besucher in diese Welt der römischen Gladiatoren einladen.

Alte Meister

 

Wie Bilder erzählen. Storytelling von Albrecht Altdorfer bis Peter Paul Rubens, Alte Pinakothek, 5. Juni 2025 bis 5. Juli 2026

Die Sammlungspräsentation mit Werken aus den Bereichen der Altdeutschen und Altniederländischen sowie der Flämischen Malerei des 16. und frühen 17. Jahrhunderts verspricht die eine oder andere Überraschung. Beleuchtetet werden unterschiedliche Facetten eines Themas, das zu den Kernaufgaben der Malerei schlechthin gehört: Das Erzählen von Geschichten. Wie, was und durch wen wird erzählt? Welchen Zweck verfolgen Künstler sowie Auftraggeber damit zu unterschiedlichen Zeiten, und an welches Publikum richten sie sich dabei? Und ist dies überhaupt immer eindeutig, oder werden die Betrachterinnen und Betrachter sogar manchmal bewusst in die Irre geführt? Diese und andere Fragen wirft die Präsentation auf, in der oft nichts ist, wie es auf den ersten Blick scheint.

Vom 18. Jahrhundert bis zur Klassischen Moderne

 

Über die Welt hinaus. Der Blaue Reiter, Lenbachhaus, 10. März 2026 bis 5. September 2027

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts formierte sich in München ein Kreis von Künstlerinnen und Künstlern mit einer Vision. Sie hatten das gemeinsame Ziel, die Kunst zu erneuern und die Gesellschaft zu verändern. 

Die Ausstellung rückt die wegweisenden Errungenschaften dieser Visionäre, der Künstlergruppe Blauer Reiter, in den Mittelpunkt – von Franz Marcs symbolischer Farbtheorie über Wassily Kandinskys Abstraktionen bis hin zu Alexander Sacharoffs Grenzüberschreitungen. Besonderes Augenmerk gilt den Künstlerinnen, die eine zentrale Rolle in der Bewegung spielten. Neben Gabriele Münters expressiver Malerei treten ausdrucksstarke Selbstporträts von Elisabeth Epstein, die dramatischen Gemälde der Kosmopolitin Marianne von Werefkin und Maria Franck-Marcs hintergründige Stillleben und utopische Kinderwelten. 

Bedeutende Neuzugänge zur Sammlung des Lenbachhauses wie die großformatigen abstrakten Kompositionen von Wilhelm Morgner oder sozialkritische Werke von Emmy Klinker und Albert Bloch sind erstmals zu sehen. Mit über 150 Arbeiten eröffnet die Ausstellung neue Perspektiven auf eine der bedeutendsten Bewegungen der europäischen Avantgarde und zeigt, wie aktuell ihre Fragen nach Emanzipation, ästhetischer Praxis und gattungsübergreifenden Innovationen auch heute sind. 

 

Stolzer Strauss und wütender Tiger. Tierbronzen des 19. Jahrhunderts, Alte Pinakothek, 24. März bis 11. Oktober 2026 

Während der Sanierung der Neuen Pinakothek sind Meisterwerke des 19. Jahrhunderts in der Alten Pinakothek zu Gast: 

„Stolzer Strauß und wütender Tiger“ widmet sich der faszinierenden Entwicklung der Tierskulptur zwischen 1830 und 1910 – einer Epoche, in der das Tier zu einem eigenständigen Kunstmotiv wurde. Von den anatomisch präzisen Bronzen Antoine-Louis Baryes über die fein-fühligen Naturstudien Pierre-Jules Mênes bis zu den klaren, modernen Formen eines August Gaul entfaltet sich ein facettenreiches Bild künstlerischer Erneuerung. Die Schau führt von der Pariser Kunstszene in die Salons des europäischen Bürgertums, wo kleine Tierbronzen als begehrte Sammlerstücke galten. Sie beleuchtet zugleich die Schatten-seiten dieser Faszination, den kolonialen Blick auf die „exotische“ Natur, und zeigt, wie eng Kunst, Kolonialismus und gesellschaftliche Repräsentation miteinander verwoben waren – zwischen Bewunderung und Aneignung. So erzählen die Skulpturen und Bilder der Ausstellung von der europäischen Sehnsucht nach dem Fremden und vom wachsenden Selbstbewusstsein der europäischen Gesellschaft im bürgerlichen Zeitalter.

 

Spitzentreffen. Werke der Neuen Pinakothek in der Sammlung Schack, Sammlung Schack, bis 31. Dezember 2026

Die Neue Pinakothek besitzt berühmte Gemälde von Carl Spitzweg, Moritz von Schwind, Carl Rottmann, Arnold Böcklin und Anselm Feuerbach. Während der Sanierung der Neuen Pinakothek treffen diese in der Sammlung Schack auf den umfangreichen Bestand an Werken derselben Maler, die Adolf Friedrich Graf von Schack erworben hat. Hier treten die Originale jetzt in eine spannungsreiche Wechselwirkung und beleuchten eine wichtige Facette der (Kunst-)Geschichte des 19. Jahrhunderts.

 

Von Turner bis Van Gogh. Meisterwerke der Neuen Pinakothek in der Alten Pinakothek, bis 31. Dezember 2026

Während die Neue Pinakothek grundlegend saniert wird, sind ausgewählte Hauptwerke der Malerei und Skulptur des 19. Jahrhunderts neben der Sammlung Schack auch in der Alten Pinakothek ausgestellt. Die Auswahl spannt den Bogen vom Klassizismus und der Romantik bis zur beginnenden Moderne. Zu sehen sind die Werke des Romantikers Caspar David Friedrich sowie der französischen Impressionisten und der Wegbereiter der Moderne von Édouard Manet und Claude Monet bis zu Paul Cézanne und Vincent van Gogh. Neu hinzu kommen Werkgruppen der bedeutenden Realisten Ferdinand Georg Waldmüller und Adolph Menzel.

 

Starke Frauen, starke Kunst

 

Sandra Vásquez de la Horra. Soy Energía, Haus der Kunst, 14. November 2025 bis 17. Mai 2026

Die erste Überblicksausstellung der Künstlerin in Europa ist ihrer experimentellen Praxis gewidmet und stellt ihr räumliches, energetisches und weltumfassendes Denken in den Mittelpunkt. Ausgehend von der Multiperspektivität Sandra Vásquez de la Horras Werks zeigt die Ausstellung Zeichnungen, Gemälde, Filme und Performances, die in ihrem Aufwachsen in Chile ebenso wie in ihrem langjährigen Leben in Deutschland wurzeln.

 

Cindy Sherman, Sammlung Goetz/Schaufenster, 17. März bis 27. Juni 2026

Cindy Sherman hat mit ihren Fotografien die Kunst des 20. Jahrhunderts nachhaltig geprägt und zählt zu den bedeutendsten Künstlerinnen unserer Zeit. Die Sammlung Goetz besitzt umfangreiche Konvolute aus nahezu allen Phasen ihres mehr als 50-jährigen Schaffens. In fast allen Werkgruppen Shermans sind Kleidung und Verkleidung wesentliche Bestandteile ihrer künstlerischen Inszenierungsstrategie. Zwischen 1983 und 1994 widmete sich die Künstlerin explizit der Bildsprache der Modewelt und der Kleidung als Bildgegenstand. Dabei reproduzieren Shermans Fotografien keinesfalls Bilder einer idealisierten weiblichen Schönheit. Vielmehr zeigt ihre Fashion-Serie die groteske Theatralik von Charakteren und Körpern. Die Bilder wirken wie Parodien auf die klassische Modefotografie und wurden deshalb auch als Anti-Fashion bezeichnet. Die Ausstellung im Sammlung Goetz/Schaufenster präsentiert eine Auswahl der Werke aus ihrer Fashion-Serie ergänzt durch Fotografien aus anderen Werkgruppen aus dem Sammlungsbestand.

 

Kunst im Dialog

 

Confrontations. Gegenüberstellungen aus der Sammlung, Museum Brandhorst, 23. Oktober 2025 bis 27. September 2026

„Confrontations. Gegenüberstellungen aus der Sammlung“ bringt Werkpaare aus den Beständen des Museums Brandhorst zusammen, die auf den ersten Blick keine unmittelbare kunsthistorische oder formale Beziehung zueinander haben. Die Ausstellung zeigt, wie Kontraste, Widersprüche und unerwartete Überschneidungen ästhetisch wie gesellschaftlich produktiv wirken können. Statt fester Lesarten eröffnet sie Prozesse des Wahrnehmens, Fühlens und Reflektierens und lädt dazu ein, eigene Verbindungen zu entdecken und gewohnte Sichtweisen zu hinterfragen.

Ein Weihnachtsbaum aus Stahl (Philippe Parreno) trifft auf einen einzelnen roten Kinderschuh (Robert Gober), eine Fotoserie aus Venedig (Tarrah Krajnak) auf einen bunt bemalten Stab (André Cadere). Eine riesige Schwarze Hulk-Actionfigur (Arthur Jafa) steht neben einem kleinen Siegertreppchen (Rosemarie Trockel). Gerade in diesen Begegnungen entsteht Spannung – mal berührend, mal komisch, mal mitreißend.

Mit Werken von Monika Baer, Nairy Baghramian, Georg Baselitz, Joseph Beuys, Alexandra Bircken, James Lee Byars, André Cadere, Nicole Eisenman, Jana Euler, Louis Fratino, Lee Friedlander, Robert Gober, Richard Hamilton, Keith Haring, Rachel Harrison, Damien Hirst, Arthur Jafa, Mike Kelley, Tarrah Krajnak, Louise Lawler, Zoe Leonard, Tala Madani, Mario Merz, Tatsuo Miyajima, Philippe Parreno, Pope.L, Richard Prince, Raymond Saunders, Jim Shaw, Amy Sillman, Wolfgang Tillmans, Rosemarie Trockel, Cy Twombly, Kara Walker, Andy Warhol, Shin Yanagisawa.

 

Architektur, Design und Kunsthandwerk

 

100 Jahre – 100 Objekte. Zum 100-jährigen Bestehen der Neuen Sammlung, Pinakothek der Moderne, bis 30. Mai 2027

Anlässlich Ihres 100-jährigen Jubiläums plant Die Neue Sammlung eine Ausstellung von 100 Objekten. Die 100 Objekte spiegeln den Reichtum und die Vielfalt der Neuen Sammlung. Diese Auswahl zeigt neben zahlreichen ikonischen Werken viele unbekannte Schätze, die bislang noch nie in der Pinakothek der Moderne zu sehen waren. Die ungewöhnliche Präsentation folgt nicht einer traditionellen Chronologie, sondern richtet den Blick auf die Zeit, in der die Objekte ins Museum gelangten.

 

 Making Theatre. Wie Theater entsteht, Deutsches Theatermuseum, 29. Mai 2025 bis 12. April 2026

Das Theater ist ein vielschichtiger Kosmos, in dem Menschen in künstlerischen, handwerklichen und technischen Berufen gemeinsam auf ein Ziel hinarbeiten: den Premierenabend. In Kooperation mit dem Residenztheater möchte die Ausstellung zeigen, wie und unter welchen Bedingungen die Menschen in der Dramaturgie, in den Werkstätten oder auf der Probebühne zusammenarbeiten. Was bewegt die Theaterwelt heute, vor 50 oder 100 Jahren? Wie wird sich die Zukunft des Theaters gestalten? Die Besucher sind eingeladen mit zu diskutieren.

Belle Macchine. Italienisches Automobildesign bei BMW, BMW Museum, 7. Juni 2025 bis Mai 2027

Die Ausstellung widmet sich dem Einfluss des italienischen Designs auf BMW und bietet eine spannende Retrospektive auf die Entwicklung der Karosseriegestaltung der vergangenen Jahrzehnte. Bereits seit den 1930er Jahren lässt sich BMW von der italienischen Karosseriebaukultur inspirieren. Die Zusammenarbeit mit renommierten Designern wie Giorgetto Giugiaro, Giovanni Michelotti oder Marcello Gandini führte zu zahlreichen Ikonen, die die Marke nachhaltig prägten. Die Schau, die sich über fünf Plattformen und Rampen des BMW Museums erstreckt und einen Einblick in die Designgeschichte von BMW gibt, zeigt zahlreiche Designzeichnungen aus dem BMW Design Archiv, Exponate sowie 23 historische Fahrzeuge.

 

Robotic WorldsPinakothek der Moderne, bis 28. November 2027

Seit über 100 Jahren prägen Roboter unsere Vorstellungen von zukünftigen und parallelen Welten. In den letzten Jahren sind sie fester Bestandteil unseres Alltags geworden. Zum sogenannten Zeitalters der Roboter richtet die Ausstellung „Robotic Worlds“ den Blick auf die menschliche Vorstellung von Robotern sowie ihre reale Form und Funktion. Präsentiert werden herausragende Roboter und Roboter-Spielfiguren von ca. 1960 bis heute. Sie zeigen sowohl, welche menschlichen Fantasien und utopischen Welten mit Robotern verbunden sind, als auch die verschiedenen Umsetzungen und Gestaltungen funktionaler Roboter. Die Exponate aus der eigenen Sammlung sowie die Leihgaben des Lehrstuhls für Kognitive Systeme der TU München verdeutlichen darüber hinaus die unterschiedlichen Einsatzgebieter der Robotik.

München – Mekka der zeitgenössischen Kunst

 

Kunstlabor 2, Kunstlabor 2 des Museum of Urban and Contemporary Art (MUCA), seit 26. Oktober 2021 für fünf Jahre

Knapp 10.000 Quadratmeter und sechs Etagen umfasst das Kunstlabor 2 in einem ehemaligen Gesundheitshaus in der Maxvorstadt. Es wurde als Zwischennutzungsprojekt vom Museum of Urban and Contemporary Art (MUCA) in ein neues Zentrum für Kunst und Kultur umgewandelt. Besonders spannend für Fans von Street- und Urban-Art: Zwei der sechs Etagen wurden und werden von mehr als 100 Künstlern in ein begehbares Kunstwerk verwandelt.

Mit dabei sind bekannte Namen wie Loomit oder Rapper Samy Deluxe, aber auch Newcomer wie Pepe (alias Jose Luis Villanueva Contreras). Neben den permanenten Rauminstallationen und wechselnden Ausstellungen wird ein umfangreiches Rahmenprogramm angeboten: Führungen, Workshops, Filmtage, Konzerte, Lesungen, Werkstätten, Performances und viele weitere kulturelle Highlights. Die Fassade wird legal und kostenfrei von den Betreibern des Kunstlabor 2 für Künstler als gestalterische Plattform zur Verfügung gestellt.

 

Vhils-Strata. Selected works: 2005–2025, Museum of Urban and Contemporary Art, bis 19. April 2026

Das Museum of Urban und Contemporary Art (MUCA) präsentiert die erste Einzelausstellung des renommierten zeitgenössischen Künstlers Alexandre Farto alias Vhils in Deutschland. Sie zeigt eine umfassende Auswahl von Vhils' Werken aus den letzten zwei Jahrzehnten. Besucher*innen haben die Möglichkeit, die Entwicklung seines unverwechselbaren künstlerischen Stils anhand einer breiten Palette von Materialien, Techniken und konzeptionellen Ansätzen zu erleben.
Seine Arbeiten – von filigranen Wandschnitzereien der Serie „Scratching the Surfaces“ bis hin zu explosiven Reliefskulpturen, großformatigen Installationen und Mixed-Media-Kompositionen – überschreiten die traditionellen Grenzen der Kunst.

Long Story Short. Eine Kunstgeschichte aus der Sammlung Brandhorst von den 1960er-Jahren bis zur Gegenwart, Museum Brandhorst, 23. Oktober 2025 bis 31. Januar 2027

„Long Story Short“ erzählt ab Herbst 2025 eine Geschichte der zeitgenössischen Kunst von den 1960er-Jahren bis zur Gegenwart aus den Beständen der Sammlung Brandhorst. Jeder Raum wird dabei eine eigene Ausstellung für sich sein: Von der Arte Povera bis zu monographischen Präsentationen, von formalästhetischen Diskursen bis zu gesellschaftspolitischen Themen. Noch nie gezeigte Werk und Neuerwerbungen treten dabei mit Ikonen des Museums in Dialog und ermöglichen neue Perspektiven auf die mittlerweile über 1600 Werke umfassende Sammlung.

 

Cyprien Gaillard. Wassermusik, Haus der Kunst, 17. Oktober 2025 bis 22. März 2026

Wasser durchdringt die neue Werkserie in der Einzelausstellung von Cyprien Gaillard (geb. 1980 in Paris). An den Schnittstellen von menschlichen Relikten, urbaner Geografie und Psychologie erschafft Gaillard ein Universum, das Phänomenen wie zivilisatorischen Umwälzungen und geologischer Zeit neue Gestalt verleiht. Über Medien wie Fotografie, Skulptur, Film, Video, Collage, Installation und Live-Performance entfaltet sein Werk eine Sprache des Verfalls, die Geschichte neu ordnet und die Gegenwart in einem anderen Licht zeigt. Im Zentrum steht sein neuester stereoskopischer Film „Retinal Rivalry“ (2024), der teilweise auf dem Münchner Oktoberfest gedreht und vom Haus der Kunst koproduziert wurde. 

Iman Issa. Lass uns spielen, Lenbachhaus, 25. November 2025 bis 12. April 2026

In ihrem zugleich spielerischen wie formal präzisen Werk befasst sich Iman Issa mit den immerwährenden Fragen der Kunst: Was ist ein Kunstwerk? Wie verhält sich ein Objekt oder ein Bild zu den Belangen seiner Zeit? Welche Rolle kommt den Künstlerinnen und Künstlern in ihrer jeweiligen Gegenwart zu? Die gezielte Fragestellung ist für Issa (*1979 in Kairo) ein Medium ebenso wie Holz, Metall oder Fotografie. Ist eine Frage aufgeworfen oder eine Hypothese skizziert, prüft sie deren Schlüssigkeit anhand neuer künstlerischer Arbeiten. Oftmals entstehen so ganze Serien, die so lange andauern, bis die Frage erschöpft scheint. Issas Arbeiten spielen auf die Kunst anderer an, auf Denkmäler, Literatur, Gemälde und Fotografien, über einen Zeitraum von Jahrhunderten und über nationale Grenzen hinweg.

 

Foto- und Videoausstellungen

 

Wolfgang Tillman. Passages Silencieux, Espace Louis Vuitton München, 17. Oktober 2025 bis 14. März 2026

Vom 17. Oktober 2025 bis zum 14. März 2026 präsentiert der Espace Louis Vuitton München „Wolfgang Tillmans – Passages Silencieux“, eine Hommage an das fotografische Werk des deutschen Künstlers anhand einer Auswahl von Werken aus der Sammlung. Als eine der führenden Figuren der zeitgenössischen Fotografie begann Tillmans – Zeuge des Übergangs von analog zu digital – mit einem Fotokopierer zu experimentieren, bevor er Ende der 1980er Jahre zur Kamera griff. Der Künstler hat persönlich Werke aus der Sammlung ausgewählt, die 35 Jahre seines Schaffens repräsentieren – Porträts, Stillleben und Abstraktionen – und deren Hängung konzipiert. So entsteht ein experimentelles Werk, in dem Licht, Materie und Wahrnehmung zu einer visuellen Sprache werden.

 

Elena Ternojava.  Alchemie der Zeit, Mineralogische Staatssammlung Museum Mineralogia, 16. Dezember 2025 bis 17. Mai 2026

Die Ausstellung „Alchemie der Zeit“ der Fotokünstlerin Elena Ternovaja präsentiert eine Reise durch Erinnerung, Transformation und die visuelle Sprache des Lichts. Im Zentrum stehen Chemigramme – fotografische Unikate, die ohne Kamera entstehen. Die Chemigramm-Technik, entwickelt in den 1950er-Jahren, gilt als eine der radikalsten Formen der abstrakten Fotografie. Sie überschreitet die Grenzen des klassischen fotografischen Prozesses und nähert sich der Malerei, der Grafik und der Materialkunst an. Ternovaja greift diese Tradition auf und erweitert sie um pflanzliche Wirkstoffe sowie Naturmaterialien wie Sand, Muscheln und Trockenpflanzen. Die Bilder entstehen auf lichtempfindlichem Fotopapier, das die Künstlerin mit Hilfe eines selbstgebauten Tricktisches, Glasscheiben und natürlichen Substanzen bearbeitet – ein Prozess, der an die frühen Experimente der Fotografie im 19. Jahrhundert erinnert.

Lisette Model, Kunstfoyer, 18. März bis 5. Juli 2026

Lisette Model  (1901–1983) gilt als eine der prägendsten Fotografinnen des 20. Jahrhunderts. Ihre Bilder zeigen das Leben in mit schonungsloser Direktheit – von der High Society bis zu den Rändern der Gesellschaft. Das Kunstfoyer München zeigt eine Auswahl zentraler Werkgruppen und ikonischer Fotografien, die Models kompromisslosen Blick und ihren nachhaltigen Einfluss auf die Fotografie erfahrbar machen.

 

Ephemeris. Dolomiten. Wattenmeer, Bayerisches Nationalmuseum, 26. März bis 24. Mai 2026

Die erstmals in Deutschland gezeigte Ausstellung großformatiger Fotografien Georg Tappeiners bringt so unterschiedlichen Landschaftsräume wie die Dolomiten und das Wattenmeer aus künstlerischer Perspektive und begleitet von Objekten aus dem Bayerischen Nationalmuseum in einen Dialog, eine Art Zwiesprache von Stein und Wasser, Dauer und Vergänglichkeit. Dort die majestätischen Zinnen und felsigen Türme, die steil in den Himmel ragen. Hier der unendliche Horizont, vor dem Wasser, Sand und Himmel  ineinanderfließen. Die Erdgeschichte verbindet diese Landstriche. Wo heute die „Bleichen Berge“ stehen, breitete sich einst ein urzeitliches Wattenmeer aus. 2009 wurden beide Regionen aufgrund ihrer Naturschönheit und Einzigartigkeit in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen. Georg Tappeiner (geb. 1964) lebt in Meran, in seiner Heimat Südtirol, wirkte lange Zeit in London und Mailand, veröffentlichte in National Geographic, Geo sowie anderen internationalen Magazinen und publizierte seine Arbeiten in Bildbänden, u.a. mit Reinhold Messner und den Messner Mountain Museen.

 

Grafik und Zeichnungen

 

Paula Scher. Type is Image, Pinakothek der Moderne, 23. Juni 2023 bis 12. April 2026

Paula Scher (*1948) ist die international einflussreichste und erfolgreichste Grafikerin ihrer Generation. Ihre Entwürfe haben Generationen von Designern geprägt und sind zu Ikonen des Grafikdesigns geworden. Dabei steht für die Grafikerin die Schrift, also die Typografie im Zentrum ihrer Arbeiten. Die Neue Sammlung – The Design Museum zeigt mit „Paula Scher: Type is Image“ die erste Einzelausstellung in Deutschland.

Von ihren frühen und preisgekrönten Album-Covern der 1970er-Jahre, über ihre langjährige Arbeit für das New York Public Theater und Corporate-Identity-Aufträge wie jenen für Microsoft Windows 8 bis zu ihren jüngsten Arbeiten an handgemalten Landkarten wird das gesamte Spektrum ihrer Arbeit in herausragenden Entwürfen vorgestellt.

Sweeter than Honey. Ein Panorama der Written Art, Pinakothek der Moderne, 11. Dezember 2025 bis 12. April 2026

Die Written Art Collection ist künstlerischen Positionen seit 1945 gewidmet, die in drei unterschiedlichen Kulturräumen Sprache, Schrift und Bild verknüpfen. Die Faszination für das Phänomen von Schrift im Bild ist davon getragen, interkulturelle Zusammenhänge von Schreiben, Zeichnen und Malen aufzudecken. Im Mittelpunkt stehen expressive, abstrakte oder spirituelle Elemente der visuellen Sprachen der Moderne – in Westeuropa und den USA, im Nahen und Mittleren Osten sowie in Ostasien. Mit Werken von Etel Adnan, Maliheh Afnan, Siah Armajani, Mohammed Ehsai, Andreas Gursky, Susan Hefuna, Rebecca Horn, Adam Pendleton, Morita Shiryū, Kazuo Shiraga, Hiroshi Sugimoto, Mark Tobey, Qiu Zhijie, Lawrence Weiner, Inoue Yūichi, Charles Hossein Zenderoudi und anderen.

 

Kulturgeschichtliche Ausstellungen

 

Haar. Macht. Lust, Kunsthalle München, 20. März bis 4. Oktober 2026

Ob lang, kurz oder rasiert, glatt oder gelockt – Haare sind weit mehr als eine Frage des Stils. Sie erzählen von Schönheit und Begehren, von Macht und Ohnmacht, von Anpassung und Rebellion. Haare sind ein starkes Mittel des Ausdrucks – politisch, religiös, kulturell und persönlich. Mit ihnen bekennen wir Zugehörigkeit, gestalten Identität oder ziehen andere in unseren Bann. Die Ausstellung in der Kunsthalle München lädt zu einem Streifzug durch drei Jahrtausende Kunst- und Kulturgeschichte der Haare ein. Rund 200 Exponate von der Antike bis zur Gegenwart zeigen, welche Wirkmacht das scheinbar Alltägliche entfalten kann.

 

Karl Valentin und die alten Rittersleut, Burg Grünwald, 27. März bis 15. November 2026

Ritter tauchen in Karl Valentins Programm ab 1914 immer wieder auf; 1924 schrieb er mit Liesl Karlstadt den Zweiakter „Die Raubritter vor München“, der am 1. April desselben Jahres in den Münchner Kammerspielen uraufgeführt wurde. 1934 eröffnete Valentin in den Kellerräumen des Hotels Wagner in der Sonnenstraße einen mittelalterlichen Gruselkeller. 1934 bis 1937 erarbeiteten Karlstadt und Valentin Drehbücher für die Verfilmung des Stoffs der „Raubritter“, 1939 folgte die Einrichtung der so genannten „Ritterspelunke“ im Färbergraben 33. Von 1941 bis 1943 logierte Karl Valentin neben der Burg im Schlosshotel Grünwald, weil er im stark bombardierten München zunehmend um sein Leben fürchten musste. Als „Burg-Hausmeister“ suchte er im Innenhof der Burg nach Überbleibseln der Ritterzeit.

Die Ausstellung geht den Spuren nach, die das Interesse Karl Valentins am Mittelalter und am Rittertum in seiner Biografie und in seinem gesamten Werk hinterlassen hat. In seinem Nachlass im Theaterwissenschaftlichen Archiv der Universität zu Köln finden sich dafür mannigfaltige Belege, die in der Burg Grünwald gezeigt werden. Bilder aus dem Besitz der Familie Valentin ergänzen das zusammengetragene Bild. 

Krishna. Religion, Kunst und Popkultur, Museum Fünf Kontinente, 24. April bis 8. November 2026 

Krishna – übersetzt „der Dunkle“ oder „der Schwarze“ – ist eine der beliebtesten und vielgestaltigsten Gottheiten des Hinduismus. Seit Jahrhunderten inspiriert er Menschen welt-weit: als göttlicher Held, als spiritueller Liebhaber und als weiser Lehrer. Die Sonderausstellung  zeigt eine große Bandbreite dieser faszinierenden Gestalt und verfolgt ihre Spuren von religiösen Traditionen über klassische Kunstwerke bis in die moderne Popkultur. Anhand von über 100 Objekten aus dem Sammlungsbestand des Museums – darunter historische Skulpturen, Malereien und Ritualgegenstände – beschäftigt sich die Ausstellung detailliert mit der ikonografischen, regionalen und medialen Vielfalt der Darstellungen Krishnas. Einige Werke werden im Rahmen dieser Ausstellung erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

 

Karl Valentin & Liesl Karlstadt. Heimatlos Isartor Innenhof, 22. Mai bis 1. Juli 2026

 Nachdem das Valentin-Karlstadt-Musäum im Isartor noch bis Frühjahr 2026 wegen einer Brandschutzsanierung geschlossen ist, sind Karl Valentin und Liesl Karlstadt kurzfristig heimatlos geworden. Andreas Koll, ehemaliger Sammlungsleiter des Valentin-Karlstadt-Musäums, zeigt mit der neuen Außenausstellung „Valentin & Karlstadt: Heimatlos“  vor dem Isartor die große Kunst von Karl Valentin und Liesl Karlstadt und ihren Weg dorthin.

 

Ausstellungen im Jüdischen Museum

 

Yalla. Arabisch-Jüdische Berührungen, Jüdisches Museum, 29. April 2026 bis 1. März 2027 

Das Zusammenspiel arabisch-jüdischer Lebenswelten blickt auf eine lange Beziehungsgeschichte zurück – mal romantisiert, mal verdrängt, mal dämonisiert und bekämpft. Erst mit dem wachsenden Selbstbewusstsein der „Misrachim“ (Jüdinnen und Juden aus dem Nahen Osten, Nordafrika und anderen Teilen der arabischen Welt) in Israel rückte die arabisch-jüdische Geschichte wieder ins öffentliche Bewusstsein. Die Rede von „arabischen Jüdinnen und Juden“ markierte dabei einen bewussten Tabubruch.

Die Ausstellung präsentiert ausgewählte Künstler*innen jüdischer Herkunft, deren Biografien und Perspektiven sich im Kontext arabisch-jüdischer Identitäten verorten lassen. Anhand historischer Schlüsselmomente und universeller Fragen nach Identität zeichnet sie die Vielschichtigkeit und Komplexität dieses Themas nach.

Die künstlerischen Positionen dienen dabei als richtungsweisende Blickwinkel, um den historischen, politischen, religiösen und kulturellen Dimensionen arabisch-jüdischer Geschichte nachzuspüren. In der Auseinandersetzung mit Selbstverständnissen heutiger arabisch-jüdischer Communitys eröffnet die Ausstellung neue Impulse zu Fragen von Selbst- und Fremdbild, Identität und stereotypem Denken.

 

Ausstellungen für Kinder

 

Für Kinder. Kunstgeschichten seit 1968, Haus der Kunst, 18. Juli 2025 bis 31. Mai 2026

Die Gruppenausstellung ist das Ergebnis einer länderübergreifenden Recherche und präsentiert Künstlerinnen und Künstler, die sich jungen Menschen zugewandt haben und von 1968 bis heute Kunstwerke gezielt für Kinder und Jugendliche geschaffen haben. Sie verhandelt universelle Themen wie Menschlichkeit, Gesellschaft, Politik, Ökonomie und Ökologie, Technologie und Zukunft, denen wir erstmals als Kinder begegnen, und die uns bis ins Erwachsenenalter hinein begleiten. Obwohl sich die Werke in erster Linie an Kinder richten, laden die grundlegenden Themen Menschen jeden Alters zu einem generationen-übergreifenden Dialog ein. Gezeigt werden Arbeiten von u. a. Koo Jeong A, Agus Nur Amal PMTOH, Ei Arakawa-Nash, Tarek Atoui, Yto Barrada, Antoine Catala, dis, Olafur Eliasson, Harun Farocki, Emily Floyd, Jan Peter Hammer, Eva Koťátková, Basim Magdy, Meredith Monk, Rivane Neuenschwander, Palle Nielsen, Lygia Pape, Rachel Rose, Afrah Shafiq und Tromarama.

Seth's Spiel(t)räume, Kunstlabor 2, ab 20. September 2025

Das Kunstlabor 2 zeigt die Wanderausstellung „Seth's Spiel(t)räume“ des international bekannten französischen Straßenkünstlers Julien Malland alias Seth. In dieser interaktiven Ausstellung kann man in die Vielfalt und Möglichkeiten des Spiels auf der ganzen Welt eintauchen. Mit Installationen, Gemälden, Skulpturen und Wandmalereien möchte der Künstler Kreativität und Neugier wecken. Seth lädt das Publikum dazu ein,  durch nachgebaute Straßen von Paris zu schlendern, ihn auf seine Reisen in alle Winkel der Welt zu begleiten und an seinen Begegnungen mit Kindern und ihren Spielen aus Madagaskar, Indonesien, Haiti, der Ukraine und China teilzuhaben.

 

Wissenschaftliche und naturkundliche Ausstellungen

 

Zukunft Alpen. Die Klimaerwärmung, Alpines Museum, 25. Oktober 2024 bis 30. August 2026

Die Klimaerwärmung verändert unsere Welt gravierend. In den Alpen zeigt sich das besonders. Der Wandel von Temperatur und Niederschlag hat immense Auswirkungen auf Biodiversität, Flora, Fauna und auf die Gestalt der Landschaft. Gemeinsam mit Wissenschaftlern, Experten aus Naturschutzorganisationen, Mitgliedern und Beauftragten der Alpenvereine sowie Studierenden zeigt die Ausstellung Auswirkungen dieser Entwicklung und sucht nach Wegen, auf die Herausforderungen der Klimaerwärmung zu reagieren.

 

Maria Theresia 23. Biografie einer Münchner Villa, Monacensia, bis 30. September 2030

Die neue Dauerausstellung der Monacensia beleuchtet die Geschichte des Hildebrandhauses von seiner Errichtung als Künstlervilla in der Prinzregentenzeit bis zur heutigen Nutzung. Errichtet vom Bildhauer Adolf von Hildebrand, wurde die Villa später ein Ort tragischer Schicksale. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf bislang wenig bekannten Ereignissen und Personen, die das Haus und seine Umgebung prägten.

Während der NS-Zeit wurde das Hildebrandhaus zum Schauplatz von Verfolgung, Entrechtung und Widersprüchen, da hier sowohl Opfer als auch Vertreter des Regimes in nächster Nähe zueinander lebten. Die Ausstellung präsentiert zahlreiche historische Dokumente, Fotografien und Briefe aus Archiven und Privatbesitz. Heute steht das Hildebrandhaus, Sitz der Monacensia, allen offen, die das literarische München entdecken und erleben wollen.

What the city. Perspektiven unserer Stadt, Ehemaliges Zeughaus am St.-Jakobs-Platz, 15. Mai 2025 bis Mitte 2027

Das Münchner Stadtmuseum zeigt ab 15. Mai eine Interimsausstellung im eigens dafür angepassten Erdgeschoss des historischen Zeughauses. „What the City. Perspektiven unserer Stadt“ bringt aktuelle stadtgeschichtliche Themen aus fast allen Sammlungen des Hauses in einer Ausstellung zusammen. In zehn Kapiteln geht sie unter anderem Fragen zu Sicherheit, Armut, dem Kampf um Gleichberechtigung, Tradition und Wachstum in München nach. In der Ausstellung kommen Münchner*innen selbst zu Wort und Besucher*innen werden durch interaktive Mitmach- und Medienstationen eingebunden.

He Toi Ora. Beseelte Kunst der Māori. Auf den Spuren der Schnitzwerke im Museum Fünf Kontinente, Museum Fünf Kontinente, 17. Oktober 2025 bis 10. Mai 2026

„He Toi Ora. Beseelte Kunst der Māori“ zeigt mit 80 Objekten einen Großteil der in der Ozeanien-Sammlung des Museums Fünf Kontinente bewahrten Māori-Werke. Neben beeindruckenden Figuren mit realistischen Gesichtstätowierungen, deren Augenpartien teilweise durch schillernde Einlegearbeiten akzentuiert sind, werden ranghohen Personen vorbehaltene Schmuckkästen, Preziosen aus Grünstein und kostbare Capes sowie figürlich gestaltete Waffen und Alltagsgegenstände präsentiert. 

Nach Auffassung der Māori tragen die Künste eine lebendige, immerwährende Beziehung zwischen Vergangenheit und Gegenwart in sich: Viele Schnitzwerke gelten als beseelt und stehen in Verbindung mit den Ahnen. „He Toi Ora“ bedeutet: eine lebendige Kunst. Daher ist es wünschenswert, dass die Nachkommen ihrer ursprünglichen Hersteller oder Besitzerinnen diese so wichtige Verbindung erneuern können. Wie Museumswissenschaftlerinnen und Museumswissenschaftler versuchen, diese Personen innerhalb der zahlreichen „Iwi“ (tribalen Gruppen) zu finden – oder sie die Museumsfachleute – ist ebenfalls Thema dieser Ausstellung.

 

Ausstellungen im Münchner Umland

 

Ausstellungen der MuSeenLandschaft Expressionismus, Museen im oberbayerischen Voralpenland

Zwischen München und den Alpen erstreckt sich das landschaftlich außerordentlich attraktive oberbayerische Voralpenland. Im frühen 20. Jahrhundert kamen die jungen Expressionisten aus München hierher, um die Natur in kraftvollen Farben und Formen zu erfassen. Emil Nolde und Ernst Ludwig Kirchner waren hier, bevor sie Mitglieder der Dresdner Künstlergemeinschaft „Brücke“ wurden. Besonders innig waren die Künstler des Blauen Reiter Wassily Kandinsky, Gabriele Münter, Franz Marc, Alexej von Jawlensky oder Heinrich Campendonk der Region verbunden.

In der „MuSeenLandschaft Expressionismus“ gehen Naturerleben und Kunstgenuss eine einzigartige Verbindung ein: Das Buchheim Museum der Phantasie zieht mit seinen weltberühmten Expressionisten die Menschen an den Starnberger See; in  Kochel am See bietet das Franz Marc Museum exquisites Kunsterleben rund um seinen Namensgeber; am Staffelsee lockt das Schloßmuseum Murnau mit dem Blauen Reiter und Gabriele Münter; in der Nähe der Osterseen macht das Museum Penzberg mit Campendonk auf sich aufmerksam und in München ist im Lenbachhaus die weltweit größte Sammlung an Werken des Blauen Reiter zu sehen.

Unter dem Motto „BLAU MACHEN! rauskommen, ankommen, runterkommen“ bietet  das Jahresprogramm 2026 der MuSeenLandschaft Expressionismus Ausstellungs-, Mitmach- und Ausflugsangebote an, die zu Ruhe und Entschleunigung einladen und dazu, die Museen und die sie umgebende Landschaft neu zu erleben oder wieder für sich zu entdecken.

www.museenlandschaft-expressionismus.de

 

Informationen zu Ausstellungen und zu den Münchner Museen mit Adressen und Öffnungszeiten finden Sie auch auf muenchen.de

 

 

Fotos: Frank Stolle, Marianne Franke, Bayerische Staatsgemäldesammlungen Alte Pinakothek München, Sibylle Forster, BMW Museum, Wunderland Media, Cyprien Gaillard, kunstfoyer/aditive, Adam Pendleton, Oliver Roura, Nicolai Kästner
Ein Mann und eine Frau nehmen in einem Waschsalon einen Podcast auf.

Münchner Podcasts

Hier gibt's was auf die Ohren

Viele Münchner Museen und Institutionen haben ihren eigenen Podcast. Ein Überblick.

Viele Münchner Museen und Institutionen haben ihren eigenen Podcast. Hier stellen wir Ihnen ein paar besonders hörenswerte Beispiele vor.

Ein Regal mit verschiedenen Design-Objekten in der Neuen Sammlung - The Design Museum in München.

Ausstellungsvorschau Münchner Museen 2026

Lust auf Kunst

Diese Ausstellungen in den Münchner Museen machen 2026 richtig Lust auf einen Besuch!

Von den Alten Meistern bis zu den Jungen Wilden: Diese Ausstellungen in den Münchner Museen machen 2026 richtig Lust auf einen Besuch!

Eine Wand mit Grafitti in München.

Graffiti in München

Sprüh mal!

München war lange Zeit die Wiege der europäischen Graffiti-Szene. Unser Autor hat früher selbst gesprayt und blickt nun auf ein ganz besonderes Werk.

München war lange Zeit die Wiege der europäischen Graffiti-Szene. Unser Autor hat früher selbst gesprayt und blickt nun auf ein ganz besonderes Werk.

Die Kuratorin Judith Csiki vor der Pinakothek der Moderne in München.

Münchner Museen

Die Highlights der Kuratoren

Lenbachhaus, Museum Brandhorst, Pinakothek der Moderne: Wir haben Kuratoren und Kuratorinnen gebeten, uns ihre Lieblingsstücke zu zeigen.

Lenbachhaus, Museum Brandhorst, Pinakothek der Moderne: Wir haben Kuratoren und Kuratorinnen gebeten, uns ihre Lieblingsstücke zu zeigen.

Der Brunnen im Grottenhof der Residenz durch ein Fenster hinaus fotografiert.

Königliches München

Bisou, Bisou mit dem Sonnenkönig

Kurfürstin Henriette Adelaide von Savoyen brachte im 17. Jahrhundert den Glanz Frankreichs und Italiens nach München. Ein Report.

Kurfürstin Henriette Adelaide von Savoyen brachte schon im 17. Jahrhundert den Glanz Frankreichs und Italiens an den Münchner Hof. Ein Report.

Castello di Neuschwanstein nella periferia di Monaco.

Wanderführer

Königliche Wanderlust

Herrenchiemsee, Linderhof, Schachenhaus, Neuschwanstein: Die bayerischen Schlösser gehören zu den schönsten der Welt.

Herrenchiemsee, Linderhof, Neuschwanstein: Die bayerischen Schlösser gehören zu den schönsten der Welt. Ein Wanderführer.

Die Viertelliebe als Buch

Dieses hochwertige Buch feiert die Vielfalt der Münchner Viertel mit Geschichten, Menschen und Momenten. Auf 336 Seiten erwarten Sie wunderschöne Fotos und spannende Viertel-Geschichten.

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Willkommen in den vielen Münchens! Dieses hochwertige Buch feiert die Vielfalt der Viertel mit Geschichten, Menschen und Momenten.

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Außenansicht des Münchner Justizpalastes an der Prielmayerstraße in der Maxvorstadt.
Führung durch den Justizpalast

Bei der Führung durch den heutigen Sitz des Bayerischen Staatsministeriums für Justiz erfahren Sie alles zur Geschichte und Bedeutung des neobarocken Gerichts- und Verwaltungsgebäudes.

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Piccola sala riunioni del Neues Rathaus di Monaco di Baviera
Rathausführung München

Entdecken Sie mit einem offiziellen Guide von München Tourismus das Neue Rathaus am Marienplatz.

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Magistrat, Monachia und Meisterfeier: Entdecken Sie mit einem offiziellen Guide von München Tourismus das Neue Rathaus am Marienplatz.

Eine Frau mit lackierten Fingernägeln hält ein Geschenk mit der Aufschrift „einfach München“
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Drei Exemplare des offiziellen Stadtführers von München sind leicht übereinandergelegt, sodass die Abbildung der Frauenkirche auf jedem sichtbar bleibt.
Offizieller Stadtführer München

Mit unserem neuen Stadtführer spazieren Sie ganz entspannt durch die schönsten Viertel und entdecken dabei Insider-Tipps unserer Guides – von Sehenswürdigkeiten bis zu versteckten Highlights.

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Le torri della Frauenkirche di Monaco di Baviera fotografate dall'alto.
Turmauffahrt Frauenkirche

Buchen Sie hier eine Turmauffahrt auf die Aussichtsplattform der Münchner Frauenkirche und genießen Sie einen 360 Grad-Panoramablick über die Stadt.

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Commerciante di frutta secca al Viktualienmarkt di Monaco di Baviera.
Probiertour über den Viktualienmarkt

Entdecken Sie die leckersten Delikatessen der Stadt und erfahren Sie allerlei Wissenswertes und Kurioses über Münchens berühmtesten Lebensmittelmarkt.

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Entdecken Sie die leckersten Delikatessen der Stadt und erfahren Sie allerlei über Münchens berühmtesten Lebensmittelmarkt.

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Außenansicht des Hofbräuhauses München bei Dämmerung.
Führung durch das Hofbräuhaus

Entdecken Sie das berühmteste Wirtshaus der Welt mit einem offiziellen Guide der Landeshauptstadt und genießen Sie im Anschluss eine frische Mass Bier!

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Zwei Kinder stehen an der Residenz und berühren die Bronzelöwen.
Kindertouren

Spannende Rätsel, ein blauer Diamant, mittelalterliche Geschichten und sogar ein Tatort – die Kindertouren bieten sieben spannende Erlebnisse an, die ein Stückchen Geschichte der Stadt München spielerisch näherbringen. Ein Überblick.

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Die Touren bieten sieben spannende Erlebnisse an, die ein Stückchen Geschichte der Stadt München spielerisch näherbringen. Ein Überblick.

Spannende Rätsel, ein blauer Diamant, mittelalterliche Geschichten und sogar ein Tatort – die Kindertouren bieten sieben spannende Erlebnisse an, die ein Stückchen Geschichte der Stadt München spielerisch näherbringen. Ein Überblick.

Torri di Marienplatz a Monaco di Baviera.
Altstadtführung

Die Stadtführung für alle, die die schönsten Ecken der Münchner Innenstadt kennenlernen möchten.

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Der Nachtwächter Wolfram bläst vor dem Alten Rathaus in ein Horn.
Stadtführung mit dem Nachtwächter Wolfram

Eine Stadtführung der besonderen Art: Bei der Nachtwächter-Tour erkunden Sie die Altstadt und erfahren jede Menge spannender Geschichten.

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Bei der Nachtwächter-Tour erkunden Sie die Altstadt und erfahren jede Menge spannender Geschichten.

Eine Stadtführung der besonderen Art: Bei der Nachtwächter-Tour erkunden Sie die Altstadt und erfahren jede Menge spannender Geschichten.

Graffiti in der Tumblingerstraße in München.
Street Art-Tour

Wussten Sie, dass München Vorreiter der europäischen Graffiti-Szene war? Entdecken Sie mit unserer Street Art-Tour heute noch unterschiedliche Kunst hautnah in der Stadt!

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Erleben Sie auf unserer Street Art-Tour die unterschiedliche Kunst der Stadt & spannende Graffiti!

Wussten Sie, dass München Vorreiter der europäischen Graffiti-Szene war? Entdecken Sie mit unserer Street Art-Tour heute noch unterschiedliche Kunst hautnah in der Stadt!

Il Centro di Documentazione NS di Monaco fotografato dall'esterno.
Hauptstadt der Bewegung

München spielte eine zentrale Rolle im Dritten Reich. Diese Führung beleuchtet das dunkelste Kapitel der Stadtgeschichte – vom Marienplatz bis zum Königsplatz.   

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München spielte eine zentrale Rolle im Dritten Reich. Diese Führung beleuchtet das dunkelste Kapitel der Stadtgeschichte – vom Marienplatz bis zum Königsplatz.

Graffiti von Freddie Mercury auf dem Holzplatz in München.
Freddie Mercury-Tour

Entdecken Sie die Lieblingsorte des Queen-Sängers und erfahren Sie mehr über seine Vorlieben, seine Freunde und die ein oder andere Geschichte.

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Blick von der Hackerbrücke im Sonnenuntergang in München

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